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Kritik des Vorsitzenden des Interkulturellen Rates in Deutschland am Jahresbericht 2004 des Hessischen Verfassungschutzes
Scharfe Kritik am Jahresbericht 2004 des Landesamtes für Verfassungschutz in Hessen hat der Vorsitzende des Interkulturellen Rates in Deutschland, Jürgen Micksch, geübt. Die "unseriösen Darstellungen" im Verfassungsschutzbericht diskreditierten das Vertrauen in die wichtige Arbeit des Verfassungsschutzes, erklärte Micksch beim Pressegespräch am 29. Juni in Frankfurt am Main vor Journalisten. Darüber sei eine öffentliche Debatte erforderlich. Die Abschnitte über die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) und Kopftuch tragende Musliminnen müssten ersatzlos gestrichen werden.
Nicht hingenommen werden könne etwa die Behauptung, die IRH versuche "aus taktischen Gründen prominente Gäste einzuladen, um sich politisch aufzuwerten". In Wirklichkeit spreche die IRH unter anderem auf Empfehlung des Interkultuellen Rats Einladungen aus, um Vorbehalte und gegenseitige Vorurteile abzubauen. Die IRH und ihr Vorsitzender Ramazan Kuruyüz hätten viel zur demokratischen Kooperation der Muslime in Deutschland beigetragen und sich um Dialoge mit Nichtmuslimen verdient gemacht, sagte Micksch weiter. Kuruyüz bat er, von seiner Absicht Abstand zu nehmen, die Bundesrepublik zu verlassen. "Es wäre ein großer Verlust." Als "tendenziös und gefährlich" bezeichnete Micksch die Darstellung des Verfassungsschutzes, das Kopftuch sei "eine Manifestation der von Islamisten angestrebten verfassungsfeindlichen und patriarchalischen Ordnung". Damit werde Rechtsextremisten und Volksverhetzern in die Hände gearbeitet und Kopftuch tragende Musliminnen zur Zielscheibe von islamfeindlicher Gewalt, so Micksch in seiner ausdrücklich als persönlich bezeichneten und noch nicht mit anderen Vertretern des Rats abgestimmten Stellungnahme.
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