Islamische Religionsgemeinschaft Hessen Mit dem Namen ALLAHs, Des Allgnade Erweisenden, Des Allgnädigen Bismillahir-Rahmanir-Rahim
Die IRH informiert
Aktuell / Kurz Notiert
FB 3/1 Februar/März 1999 IRU

IRH - Gegen “Magisches Dreieck”

Deutsche Behörden, Vertreter ausländischer Staaten und Ausländerbeiräte sollen über islamischen Religionsunterricht befinden.

In seinem Anfang Februar vorgestellten "Zauberkonzept" fordert das Zentrum für Türkeistudien in Essen ein neuartiges Modell für die Einführung von islamischem Religionsunterricht. Ein sogenanntes "magisches Dreieck", zusammengesetzt aus Vertretern der deutschen Bundesländer, ausländischer Staaten und der Ausländerbeiräte solle ein Gremium bilden, daß die Lehrinhalte des Fachs islamische Religionskunde bestimmt. Somit solle sichergestellt werden, daß nicht nur einige "dubiose islamische Organisationen" den Unterricht gestalten. Ziel sei eine Islamkunde, die keinen bekennenden Charakter habe und nicht von islamischen Gruppen bestimmt werde, sondern in der alleinigen Verantwortung der Bundesländer stehe.

Unbeantwortet blieb für Muslime die Frage, wie derartige Forderungen mit der Wertneutralität des Staates und dem Verständnis von Säkularismus - Nichteinmischung des Staates in die inneren Angelegenheiten der Religionsgemeinschaften - zu vereinbaren sind. Unklar blieb auch, weshalb für die Festlegung der Lehrinhalte des christlichen Religionsunterrichts für die spanischen, italienischen, kroatischen, russischen und polnischen Kinder nicht ebenfalls Ausländerbeiräte und diplomatische Vertretungen der Herkunftsländer konsultiert wurden. Gegen diese Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Muslime und die Entmündigung und Ausgrenzung der Islamischen Organisationen hat die IRH in einer Presseerklärung klar Stellung bezogen.

 

FB 3/1 Februar/März 1999 IRU

IRH - Gegen “Magisches Dreieck”

Deutsche Behörden, Vertreter ausländischer Staaten und Ausländerbeiräte sollen über islamischen Religionsunterricht befinden.

In seinem Anfang Februar vorgestellten "Zauberkonzept" fordert das Zentrum für Türkeistudien in Essen ein neuartiges Modell für die Einführung von islamischem Religionsunterricht. Ein sogenanntes "magisches Dreieck", zusammengesetzt aus Vertretern der deutschen Bundesländer, ausländischer Staaten und der Ausländerbeiräte solle ein Gremium bilden, daß die Lehrinhalte des Fachs islamische Religionskunde bestimmt. Somit solle sichergestellt werden, daß nicht nur einige "dubiose islamische Organisationen" den Unterricht gestalten. Ziel sei eine Islamkunde, die keinen bekennenden Charakter habe und nicht von islamischen Gruppen bestimmt werde, sondern in der alleinigen Verantwortung der Bundesländer stehe.

Unbeantwortet blieb für Muslime die Frage, wie derartige Forderungen mit der Wertneutralität des Staates und dem Verständnis von Säkularismus - Nichteinmischung des Staates in die inneren Angelegenheiten der Religionsgemeinschaften - zu vereinbaren sind. Unklar blieb auch, weshalb für die Festlegung der Lehrinhalte des christlichen Religionsunterrichts für die spanischen, italienischen, kroatischen, russischen und polnischen Kinder nicht ebenfalls Ausländerbeiräte und diplomatische Vertretungen der Herkunftsländer konsultiert wurden. Gegen diese Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Muslime und die Entmündigung und Ausgrenzung der Islamischen Organisationen hat die IRH in einer Presseerklärung klar Stellung bezogen.

 

Dienstleistungen
- Wissenschaftliche Beratung für Studien-, Diplom- und Doktorarbeit über Islam und Muslime
- Gastreferenten für Hochschulen über islamische Themen werden zur Verfügung gestellt
- Moscheebesuche für Schulen und Hochschulen werden organisiert

Für Anmeldungen und weitere Informationen: info@irh-info.de

Extras
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