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Aktuell / Kurz Notiert
Stellungnahme der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) zur Studie des Landesamtes für Verfassungsschutz Hessen vom 27. April 2026 „Auf der Straße gegen den gemeinsamen Feind ‐ Antisemitismus im Kontext des Nahostkonflikts in Hessen” Gießen, den 16. Juni 2026
| Aus Sicht der IRH werden an mehreren Stellen Aussagen, Personen, Veranstaltungen und historische Entwicklungen nicht in ihrer Gesamtheit dargestellt. Teilweise werden belastende Informationen hervorgehoben, während entlastende Kontexte, spätere Entwicklungen oder öffentlich dokumentierte Grundsatzpositionen unberücksichtigt bleiben. Dadurch entsteht nach unserer Auffassung ein Bild, das der tatsächlichen Arbeit, dem Selbstverständnis und der langjährigen gesellschaftlichen Praxis der IRH nicht gerecht wird. Seit ihrer Gründung engagiert sich die IRH für den interreligiösen Dialog, für die Integration muslimischer Bürgerinnen und Bürger, für gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie für Frieden und Gerechtigkeit. Sie arbeitet seit Jahrzehnten mit Kommunen, Schulen, Kirchen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und staatlichen Stellen zusammen. Grundlage unseres Handelns sind die freiheitlich‐demokratische Grundordnung, die Menschenwürde, die Religionsfreiheit und die Verantwortung für das Gemeinwohl. Die ganze Stellungnahme finden Sie hier. |
Kundgebung
„Gemeinsam gegen die israelische Politik der Blockade, Vertreibung, Besatzung und Expansion”
Sonntag, 14. Juni 2026, RÖMERBERG FRANKFURT am MAIN
Rede von Ramazan Kuruyüz, Vorsitzender der IRH
| Liebe Freundinnen und Freunde,
besonders kritisch sehen wir die Haltung der Bundesregierung.
Wie kann ein demokratischer Rechtsstaat, der sich auf Menschenrechte, Menschenwürde und
Völkerrecht beruft, weiterhin an einer Politik der uneingeschränkten Solidarität mit
Israel festhalten?
Wie kann Deutschland von anderen Staaten die Einhaltung des Völkerrechts verlangen,
während offensichtliche Verstöße Israels kaum politische Konsequenzen haben?
Und wie kann Deutschland die Unantastbarkeit der Menschenwürde betonen, während Millionen
Menschen in Gaza und Palästina ihrer grundlegenden Rechte beraubt werden?
Die ganze Rede finden Sie
hier. |
PRESSEMITTEILUNG Kundgebung auf dem Römerberg in Frankfurt am Main Sonntag, 14. Juni 2026, 15:00 Uhr
| Die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen e.V. (IRH) und die Palästinensische Gemeinde in Hessen e.V. laden die Öffentlichkeit zu einer Kundgebung auf dem Römerberg in Frankfurt am Main ein. „Wenn schon internationale Friedensaktivisten der Global Sumud Flotilla, die sich ausschließlich humanitären Zielen verschrieben haben, von Israel rechtswidrig, menschenunwürdig und entwürdigend behandelt wurden ‐ wie ergeht es dann erst den Palästinensern in Gaza und in israelischen Gefängnissen?” Die ganze Pressemitteilung finden Sie hier. |
Pressemitteilung
„Opferfest 2026: Die Botschaft Ibrahims (Abrahams) in Zeiten von Krieg und Leid”
‐ Frieden, Gerechtigkeit und Mitgefühl als gemeinsame Verantwortung ‐
| Am Mittwoch, den 27. Mai 2026, beginnt für Muslime weltweit das viertägige Opferfest
(Id al‐Adha / Kurban Bayramı). Das Opferfest gehört neben dem Ramadanfest zu den beiden
höchsten Festen des Islam und markiert zugleich den Abschluss der alljährlichen
Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch), einer der fünf Säulen des Islam.
Das Opferfest erinnert an den Propheten Ibrahim (Abraham, Friede sei mit ihm) und seinen Sohn
Ismail (Friede sei mit ihm). In tiefer Hingabe und vollkommenem Vertrauen zu Allah war Ibrahim
bereit, das Liebste zu opfern. Doch Allah verschonte Ismail und sandte stattdessen ein Opfertier.
Diese Geschichte steht bis heute für Glauben, Vertrauen, Aufrichtigkeit, Geduld und die
Bereitschaft, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen.
Die ganze Pressemitteilung findne Sie
hier. |
Kundgebung für „Solidarität mit Global Sumud Flotilla und Gaza”
Freitag, 22. Mai 2026, KIRCHENPLATZ GIESSEN
Rede von Ramazan Kuruyüz, Vorsitzender der IRH
Diese Friedensaktivistinnen und Friedensaktivisten waren unbewaffnete Zivilpersonen.
Sie kamen nicht mit Raketen.
Sie kamen nicht mit Gewalt.
Sie kamen mit Medikamenten, Hilfsgütern und einer Botschaft: „Vergesst Gaza nicht!”
Und wenn Israel tatsächlich glaubt, dass friedliche Segelboote mit Aktivisten eine Gefahr darstellen, dann zeigt das vor allem eines:
Wie empfindlich die israelische Regierung auf jede internationale Aufmerksamkeit gegenüber dem Leid der Menschen in Gaza reagiert.
Denn genau diese Aufmerksamkeit wollte die Sumud Flotilla erreichen.
Und genau deshalb war ihr Einsatz eben nicht umsonst.
Die Welt spricht heute wieder über Gaza.
Die Welt diskutiert wieder über die Blockade.
Die Welt sieht wieder das Leid der Menschen.
Und genau davor hatte die israelische Regierung Angst.
Die ganze Rede finden Sie
hier.
Einige Eindrücke von der Rede auf der Kundgebung
Video von der Rede
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PRESSEMITTEILUNG
Kundgebung in Gießen: „Solidarität mit Global Sumud Flotilla und Gaza”
Freitag, 22. Mai 2026 18:30 Uhr Kirchenplatz Gießen
| Die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen veranstaltet am Freitag, den 22. Mai 2026 auf dem
Kirchenplatz in Gießen eine öffentliche Kundgebung unter dem Motto
„Solidarität mit Global Sumud Flotilla und Gaza&rdquot;.
Mit der Kundgebung protestieren wir gegen das völkerrechtswidrige Vorgehen israelischer
Streitkräfte gegen die internationale „Global Sumud Flotilla&rdquot;, deren Schiffe am
18. Mai 2026 in internationalen Gewässern gestoppt wurden. Dabei wurden über 400
Friedensaktivistinnen und Friedensaktivisten aus verschiedenen Ländern, darunter auch aus
Deutschland, festgenommen. Unter ihnen befand sich auch Hakan Kaya aus Wetzlar, der bereits bei
der ersten Fahrt der Sumud Flotilla im vergangenen Jahr auf dem Weg nach Gaza von israelischen
Streitkräften festgenommen worden war.
Die ganze Pressemitteilung finden Sie
hier. |
Bildungsauftrag und Völkerrecht: Was wir Kindern beibringen, muss auch für Staaten gelten Leitartikel von Ramazan Kuruyüz, Vorsitzender der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH)
| Einleitung: Der Bildungsauftrag endet nicht an den Staatsgrenzen In unseren Schulen lernen Kinder und Jugendliche jeden Tag, wie Zusammenleben funktioniert. Eine Botschaft steht dabei im Zentrum: Konflikte werden nicht mit Gewalt gelöst. Stattdessen gilt es, Streit durch Dialog, klare Regeln und das Recht zu klären. Diese Prinzipien sind kein Nebenaspekt, sondern das Fundament unseres Bildungssystems. Schulordnungen, pädagogische Konzepte und der Unterricht insgesamt vermitteln konsequent, dass Selbstjustiz in einem Rechtsstaat keinen Platz hat. Niemand darf eigenmächtig entscheiden, wer schuldig ist oder bestraft werden muss. Dafür gibt es Gesetze, Gerichte und rechtsstaatliche Verfahren. Diese Grundsätze sind nicht nur richtig ‐ sie sind unverzichtbar. Sie sichern ein friedliches und stabiles Zusammenleben. Doch genau hier beginnt das eigentliche Problem. Denn wenn wir Kindern diese Werte vermitteln, stellt sich eine entscheidende Frage: Gilt das alles nur innerhalb eines Staates ‐ oder auch zwischen Staaten? Den ganzen Leitartikel finden Sie hier. |
STELLUNGNAHME zum Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der „Leugnung des Existenzrechts Israels”
| Einseitigkeit und politische Doppelmoral Der Gesetzentwurf weist einen grundlegenden Widerspruch auf: Er schützt ein Existenzrecht strafrechtlich, während das andere in der politischen Realität systematisch untergraben wird. Gleichzeitig erleben wir eine politische Praxis, die viele Men-schen als widersprüchlich empfinden: Deutschland unterstützt den Staat Israel politisch, finanziell und militärisch ‐ auch in einer Situation, in der internationale Institutionen wie der Internationale Gerichtshof und die Vereinten Nationen schwerwiegende völkerrechtliche Vorwürfe formuliert haben. Dennoch existiert keine vergleichbare Initiative, die die Unterstützung solcher völkerrechtlich umstrittener Handlungen rechtlich hinterfragt oder sanktioniert. Das ist eine Doppelmoral, die das Vertrauen in Rechtsstaatlichkeit untergräbt. Die ganze Stellungnahme finden Sie hier. |
„Kundgebung für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Völkerrecht” Samstag, 25. April 2026, OPERNPLATZ KASSEL Rede von Ramazan Kuruyüz, Vorsitzender der IRH
| Sicherheit, Existenzrecht und unsere Kritik am Gesetzentwurf In der politischen Debatte wird immer wieder die Sicherheit bzw. das Existenzrecht Israels betont. Doch eine entscheidende Frage bleibt: Gilt dieses Recht nur für einen Staat ‐ oder für alle Völker in der Region? Was ist mit der Sicherheit der Menschen in Gaza, in Palästina, im Libanon, im Iran oder in Syrien? Unsere Position ist klar und eindeutig: Es gibt keinen Frieden ohne Gerechtigkeit. Und es gibt keine Sicherheit für einen Staat ohne Sicherheit für alle. Deshalb sagen wir ebenso klar: Israel existiert ‐ und dieses Existenzrecht steht nicht zur Disposition. Aber ebenso gilt: Auch Palästina hat ein Existenzrecht ‐ politisch, rechtlich und menschlich. Eine gerechte Lösung kann nur auf Grundlage des Völkerrechts entstehen ‐ auf Basis der international anerkannten Grenzen von 1967, mit zwei Staaten, die in Frieden, Sicherheit und gegenseitigem Respekt existieren. Doch genau hier entsteht ein Widerspruch, den wir nicht verschweigen dürfen. Die hessische Landesregierung plant ein Gesetz, das die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellen soll. Wir sehen diesen Gesetzentwurf kritisch ‐ nicht, weil wir dieses Existenzrecht in Frage stellen, sondern weil er einseitig ist und zentrale Probleme ausblen-det. Denn während ein Existenzrecht strafrechtlich geschützt werden soll, wird das Existenzrecht des palästinensischen Volkes in der politischen Realität seit Jahrzehnten untergraben. Die ganze Rede finden Sie hier. |
„Kundgebung für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Völkerrecht”
Samstag, 18. April 2026, RATHAUSPLATZ GIESSEN
Rede von Ramazan Kuruyüz, Vorsitzender der IRH
| Papst Leo XIV ‐ Stimme des Gewissens
Er hat den Angriffskrieg und die Eskalation im Nahen Osten unmissverständlich kritisiert
und insbesondere die Drohungen, eine ganze Zivilisation auszulöschen, als moralisch
inakzeptabel bezeichnet. Damit hat er genau das getan, was die Aufgabe eines Religionsvertreters
ist: nicht Macht zu legitimieren, sondern das Gewissen der Menschheit zu verteidigen.
Er erinnert uns daran, an die Unschuldigen zu denken ‐ an die Kinder, an die älteren
Menschen, an all jene, die Opfer dieser Eskalation sind ‐ und ruft dazu auf, zum Dialog
zurückzukehren, bevor Konflikte in Gewalt enden.
Doch der Papst geht noch weiter. Er sagt mit ungewöhnlicher Klarheit: Unsere Welt werde
„von wenigen Tyrannen zerstört”. Und er warnt eindringlich vor dem Missbrauch
der Religion für politische Zwecke:
„Wehe denen, die die Religionen und selbst den Namen Gottes für ihre
militärischen, wirtschaftlichen und politischen Zwecke verbiegen und damit das Heilige in
Schmutz und Finsternis ziehen.”
Die ganze Rede finden Sie
hier.
Video von der Rede |
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Dienstleistungen
- Wissenschaftliche Beratung für Studien-, Diplom- und Doktorarbeit über Islam und Muslime
- Gastreferenten für Hochschulen über islamische Themen werden zur Verfügung gestellt
- Moscheebesuche für Schulen und Hochschulen werden organisiert
Für Anmeldungen und weitere Informationen: info@irh-info.de
Extras
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Anstehende Kundgebungen
Video Rede Ramazan Kuruyüz auf der Kundgebung für „Solidarität mit Global Sumud Flotilla und Gaza”
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Durchgeführte Kundgebungen
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